Soldaten aus dem Oldenburger Land

In dieser Datenbank sollen Oldenburger erfasst werden,
die in verschiedenen historischen Zeitabschnitten als Soldaten beim Militär dienten.

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Anlage S zu 19 (Seite 2 und 3)
Anlage S zu 19 (Seite 2 und 3)
so gütig sein und senden mier meinen Geburtschein / und meinen Conformations schein aber sie müssen / sie bey den Herrn Maire auslösen welcher die / scheins mit das Franshe siegel versehen musz sonst / sind sie mier nichts nütze.
Soltn Meine Bruder allen fals in die Jahren / kommen so seyn sie so gütig und schreyben / mier einen brief worbey sie aber nur Geld / senden Müssen als den sehe ich mich Rath / Zu schaffen um ihn da von zu helfen / Ich thue euch zu wissen das die Jungen / Concriebierten die 1792 gebohren sind die sind / hier auch in Stettin wor ich mit meine bekanten / nämlich mit Hinrich Wiemert aus Colmar und / Omstede und Ernst Meier Von Neüstadt / geredet ich bitte auch daher freundlich sie / mögen so gütig seyn und geben mier ein / wenig nachricht ob auch Neujkeiten bey / Euch sind

Ich will aber auch an Mein Unkel Dierck / Schröder einen brief schreyben wor in ich / ihn bitten thue weil ich so elendig in Hospital / gelegen habe und ich befürchte mich das / ich noch wieder dahin muß so habe ich mich / die Freyheyt genommen ich um 2 ½ Rthl / zu bitten weyl der gewiß da besser / gelegenheit dazu weiß.
Neujkeiten kann ich auch für diesmahl nicht / schreiben also thue ich mein schreiben enden und / grüße euch Nachmahls Vatter Mutter Bruder / und Zwester und alle meine bekanten und / Freunde.
Unter dessen verbleybe ich Euer getreuer sohn
biß in den Todt.
Alt Stettin Juopreuß? ist Pommern
den 24 Marz 1812
Johann Schröder

Ich bitte um baldige Antwort / und bitt Euch das sie mögen so gütig seyn und gehen / nach meinen Unkel und reden daßjenige mit / ihn worum ich ihn gebeten habe.
 
 
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Anlage T zu 20 (Seite 1)
Anlage T zu 20 (Seite 1)
Straszburg d 21 Septembris 1813

Allerliebster Vater und Mutter d 12ten August / sind wir aus Philippwill Marschiret und haben bis hir / auf die Marsch einen Elenden weg gehabt wir haben über / Berge steigen müßen die über 3Thurn höchte, sind / und dasz fil uns sehr Beschwerth doch hat mich der Liebe / Gott für Krankheit und für andern schaden so weit gut / Bewahret auf dem Weg den vile von meine Kammeraten / sind Zurück gebliben den wir haben Taglich 11 stunde machen / müszen mit die schweren sachen Zu Tragen das wir schwitzen / müszen grade als wenn wir aus dem Wasser kamen mit / unser Kleider den die Oberkeit sagte ihr sollt Marschiren / oder Krepiren --- Bey alle diese Widerwartigkeiten / die wir ausgestanden haben Bin ich immer noch frich und / Gesund und dasz Hoffe ich auch Gewisz von euch und / wenn das anders seyn sollte dasz würde mir von Hertzen / Leyd seyn Weiters kann ich auch Melden Liebe Eltern / dasz es mir hir in Straszburg nicht gut Gefält denn wir / müszen hir immer Exeziren und Wache thun Taglich 6 Stunde(n) / und 2 mal krigen wir ein Bischen Zu Essen und wer hir / f.
 
 
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Anlage T zu 20 (Seite 2)
Anlage T zu 20 (Seite 2)
für Geld sich eine Mahlzeit setzen läst dasz Kostet über ein Franken / und alle Sachen sind hir Theuer unter Weges haben wir den besten / Rothen Wein trinken für 5 Bremer groten durch die Stat Lucksen / sind wir Maschiret dass ist eine Große schöne Stat Ihr könnet / wohl denken Liebe Eltern dasz das Soldaten leben kein kurtzweil / ist denn wen des Morgens um 3 Uhr der Tambur schlägt / Kammerad komm so musz ich fertig stehen mit Gewehr und / Waffen, hir auf dem Walle sind über 600 Kanonen / Pflanzet wegen die vorsichtigkeit Ihr müsst mir die Erste Zeit / wider schreiben nach Euren gut dünken den vileicht kommen / wir Bald nach Bremen dan sehen wir uns wider / Weiters kann ich euch nicht schreiben, schreibet mir doch / ob mein Bruder wider Zu Hause ist. / Zum Letzen Grüße ich euch Alle Vater und Mutter / Brüder und schwester Freunde und Verwanten / Bekanten vil tausent mahl / Einen Brief habe ich abgeschicket aus Philippwille der ist nicht über die / Post kommend Ich Bin jetz Bey dasz 128 Regiment 1 Batallion / 2. Compageny so müst ihr die Adresse machen
Ich Bin und Verbleibe euer Getreuer Sohn bis in
den Todt
Johan Cristofer Sthur
 
 
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Anlage U zu 21 (Seite 1)
Anlage U zu 21 (Seite 1)
Antwerpen den 20ten December 1812

Liebe Mutter und Großmutter, Brüdern und schwestern. / Wen ich euch mit Meinen Wenigen schreiben noch bei / Leben und Guter Gesundheit Antrefen Möge das sol / Mier Eine Grothe freude seien. Den Wünsche ich euch / Alle ein fröhliches Neues Jahr, Das ihr das allte / Mit Gesundheit überlebt habt, und das Neue mit / Gesundheit auch wieder überleben möget; Ich bin aber / So schlecht gewesen das ich keinen brief schreiben / Kont, Den ich habe 5 Monat ins hospietal gelegen / Den ich habe das fieber so schlecht gehabt das ich immer / den todt vor augen siehe, Und den kont ihr wol / Leicht denken was es in Hospietal ist, den wen, / Man nach mol was essen mag so kriegt man nichts / Wen man den kein gelt hat, das man etwas zukaufen / Kann den mus man grotzen hunger ausstehen und ich / Habe diesen sommer keinen groten in Meiner Tasche / gehabt, den kont ihr leicht denken was ich vor Hunger / Ausstehen mus dan wier kriegen alletage 1 groten das / Mus vor Wasschen aus geben, den man vor arbeit kriegt / Man kein gelt den wier Mussen alle die Kleider
 
 
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Anlage U zu 21 (Seite 2 und 3)
Anlage U zu 21 (Seite 2 und 3)
Bezahlen die wier gekriegt haben, Und wier Müssen / Alle tage auf die arbeit wen man Einen tag aus bleibt / so komt man des Abends in Prieson und des Morgens / Wieder Heraus und den dort wieder nach die arbeit / Und das immer in die freie luft zu stehen, Wen das / Wetter auch noch so schlecht ist den es friert so das / uns das Blut aus der Hände flietzt wen man ans / Hauend ist Wier werden nach schlimmer Ess Tracktiert / Als bei uns die Hunde den wier mussen alle sontage / Eqserzieren und im Weinnachten und im Neujahr / auch Das wäre noch nichts wen man noch Sat zu / Essen kriegt aber des Morgens um 8 Uhr essen / Wier wasser und brodt und des abens um 4 wieder / Wen man den noch so viel kriegt das man Sat / Essen Kont, Und die Betten da wier auf schlafen / die sind auch nichts werth. die Deken die wier haben / Das sind solche Deken als bei und man über die Pferde / Hängt Ich kann es gar so schlecht nicht schreiben als / es ist, Wier sind mit Hundert 65 Man in nach / Antwerpen gekommen Und über 65 sind nicht / Mehr da die sind alle gestorben den das


ist dar so Ungesund das man es nicht aushalten kann. / Aber Meine andern Kammeraden die haben immer / Gelt genug den die Zimmerleute zu Hause die machen / immer so viel zusammen das sie immer Gelt genug haben / Wen sie man schreiben so schiken sie was Aber so schlecht / Als ich Weg gekommen bin ist keiner Weg gekommen / Den ich dachte sie hätten vor mich auch nach was zu- / samen gemacht. Die andern Zim- / merleute aber leüder nichts ----- / Liebe Mutter ich Grütze Euch vielmals Brüder / und schwestern Machet doch etwas zusammen und / schicket mier doch etwas den ich mus großen hungern / leiden Ihr schreibet mier das Kein gelt dahin / Kommen Kann das ist nichts da Kann Mehr gelt dahin / Kommen als der gantze Frieshenmoor auf bringen / Kan den aus oldenburgieschen haben sie all viel / schickt ihr Musset Mitt das gelt nach oldenburg / Gehen und den brief offen lassen und so mit nach Post / meister gehen dan legt der dar Einen Wechsel darein / Den komt es richtig über Schreibet Mier doch bald wieder / aber machet den brief doch ja Frei / Die Attresse : An / Den Zimmerman Friederich Hülsebusch 2 Bartel- / jon 2 Kumpernie Antwerpen

Quer: Oberse militär
 
 
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Anlage U zu 21 (Seite 4)
Anlage U zu 21 (Seite 4)
Ann
Die Wittwe Johann Hülsebusch
Zum
Frieschenmoor
Über Oldenburg
dito dito 
 
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Anlage V zu 21 (Seite 1)
Anlage V zu 21 (Seite 1)
Dresen, den 11ten August 1813

Herz Viel Geliebte Mutter
Wen ich Euch Mit Meinen Wenigen Schreiben, / Nach Bei Guter Gesundheit Antrefen Möge / das Sol mier eine grose freude sein, Was mier / Anbelangt bin ich Gottlob Auch noch Gesund, Und / Ich danke den lieben Gott auch vieltausend Mall, / das Er mier so lange das leben Und die Gesundheit / Geschencket hat Den ich bin oft genug in Gefahr / Gewesen Und habe Anders nicht gesehen Als den / Todt vor Augen den ich Habe drei Partalien mit / Gemacht Und ich bin Nach immer Glücklich davon / Gekommen, den dar sind viele von Meine / Kammerathen Geblieben Und Am 15ten oder 16ten / August Geht die Partalie wieder los / Nun Weis ich vor dieses Mall nicht mehr zuschreiben
 
 
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Anlage V zu 21 (Seite 2 und 3)
Anlage V zu 21 (Seite 2 und 3)
Und ich Bleibe euer Getreuster Sohn bis in den / Todt Nun Liebe Mutter Großmutter Brüder und / Schwester Sein von Mier Alle Hertzlich gerüszt / Den ich Habe schwache Hofnung das wier uns / Andern wieder zu sehen Kriegen..-------
Und den Liebenden Johann Körber / Vieltausend Mal von mier gegrüßt das er noch so / Gut gewesen ist und hat mier nach eine ½ Pistole / Geschickt den wier waren all aus Marschieret / Aus Atwerpen Aber ich Habe sie in Magdeburg / richtig erhalten
Ich Schreibe Nach gern viel Neues aber man / darf nicht
Johann Friederich Gerhard Hülsebusch
 
 
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Anlage V zu 21 (Seite 4)
Anlage V zu 21 (Seite 4)
dec 7 d. Wahrug ??
abzugeben
An die Wittweh Johann
Hülsebusch zum
Frieschanmohr im
Oldenburgischen bey
sito sito Breem
 
 
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Anlage W zu 22 (Seite 1)
Anlage W zu 22 (Seite 1)
Berlin April 28ten 1812
ad No.22 Liebe Mutter

Sehr oft habe ich wärend meiner Trennung von Ihnen mit herz- / licher Rührung an Sie gedacht und auch mehrere Briefe an / Sie geschrieben, die Sie vielleicht nicht erhalten haben: we= / nigstens muß ich dies befürchten, weil ich nie die Freude / hatte einen Brief von Ihnen oder meinem Bruder zu sehen; / der letzte Brief den ich erhielt war von Diedrich Schlüter / vom 15. Febr. dieses Jahres. Ich muß daher, in dem Falle dass / Sie meine Briefe nicht erhalten hätten, meine Bitte um / etwas Geld zur Unterstützung wiederhohlen, welche einem / Soldaten jetzt so notwendig ist zu mancherley Bedarfnießen / indem bloß dafür gesorgt wird daß der Soldat nicht verhun / gert. Jetzt befinde ich mich in Berlin, einer sehr groszen / und schönen Stadt: doch habe ich gehört daß ich mit unserm / Regimente dieser Tage aufbrechen müste, um weiter gegen / Rußland zu marschiren. Ich wollte auch von unserm Regimente / einen Schein lösen, dass ich schon Soldat wäre, und Ihnen diesen / Schein überschicken, damit er meinen Bruder vielleicht von / der Konskription frey machen könnte: doch unser Major / und Cololel sind jetzt durch den bevorstehenden Marsch zu sehr / beschäftigt, als daß sie mir jetzt den Schein aus fertigen könnten. / Indessen wird dies sicherlich an dem nächsten Orte geschehen, wo / wir wieder liegen bleiben: welches aber dieser Ort sein wird, / weis ich nicht. Wenn Sie oder mein Bruder daher auf diesen Brief / an mich zurückschreiben, so muß Ihr Brief am schnellsten und / sichersten an mich gelangen, wenn er folgende Aufschrift hat: / An Heinrich Jurgens, Genadier im 1 Bataillon des 128ten Linien Re(giments)
Ich habe auch hier in Berlin unsers Nachbars Sohn Reumar Black / angetroffen, oft mit ihm gesprochen und viele Neuigkeiten au(s) / unserer Gegend von ihm erfahren. Ich befinde mich jetzt Gott / sey Dank recht wohl und gesund, und wünsche daß dies auch bei Ih(nen)
und meinen Brüdern der Fall sein möge, und daß wir alle uns / ebenfalls gesund und munter wiedersehen können. Grüßen S(ie) / Schlüters ganze Familie und alle meine Freunde recht herzlich (von) / mir und sein Sie versichert, daß ich immer bleiben werde
Ihr
dankbarer Sohn
Heinrich Jurgens
N.S.
Wir gehen von Berlin auf Marien= / werder an der Weichsel.
 
 
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Anlage W zu 22 (Seite 2)
Anlage W zu 22 (Seite 2)
(Stempel) PRUSS..
An
Johann Rudolph Jürgens
Kanton Elsfleth
Mairie Bracke
Dep. Der Wesermündung
Arondiss: Oldenburg
cito
 
 
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Anlage X zu 23 (Seite 1)
Anlage X zu 23 (Seite 1)
Hertz Viel geliebte Eltern

Wen ich mit meinen Schreiben in guter Gesundheit An / treffen werde Das soll mir von hertzen eine Große freude und / Vergniegen sein und ich bin Gottlob auch noch frich und / Gesund und weil ich den donnerstagabend im Brämen / gekommen da mußten wir den Sonnabend Nachmittag / sovort weil sie lange genug mit uns her um getrieben / hatten aus maschieren ohne das wir das Gringste genoß / en hatten den wir wurden immer mit Schiltwachten bewaf / net bis aus den Marsch und da haben wir 6 Tage Masch / ieret nach Osennaubruck wie ich da gekommen bin / da musste ich sogleich ins Hoßpitahl wegen mein Beyn / das daß Schlim war da habe ich 10 Tage darin gelegen / und nun musten wir alle Tage Ekcersieren und kriegen / alle Tag 2mahl waß Essen und daß Essen musten / wir selber kochen und Essen mit 18 biß 20 Man in ein / hauß das konnen sie denken waß das für EsSen sey / und bey den Bürgern in der Stadt kriegen wir nichts / die Bieten uns nicht ein Glaß WasSer und wir hoffen / daß wir Balt Maschieren musten aber war wisSen / noch nicht wohin sie sagen auf Bremen und nun bin ich / den Ersten posttag einen Brief wieder vor warten und / wen ihr schreibet so konten Bäning und ihr zusahmen / schreiben und dan must ihr schreiben (die Addrest) / an daß 128 Riegement 2 Battelion 4 Cumpanie / Osenbruck: und wie dieses mahl weiß ich nicht mehr zu- / schreiben und nun grüsset alle guten freunden und Bekanten / von mir und meine Zwestern und ich bleybe euer Gehorsamste(r) / Sohn biß in den Todt / den 31 Jannua: 1812
Stadt Osennaubruck
Hinrich Addicks
 
 
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Anlage X zu 23 (Seite 2)
Anlage X zu 23 (Seite 2)
An
Johann Gräfensten
In
Harrien bey
Bracke
 
 
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Anlage Y zu 23 (Seite 1)
Anlage Y zu 23 (Seite 1)
Machteburg den 20ten Martz

liebe Eltern
Gott und ein Gesundes leben thu ich euch zum
Wunsch angeben
Wen ich mit meinen wenigen schreuben euch noch in guter / gesundheit antreffen werde daß sol mir von hertzen eine / Grose Freude und ver gnügen seyn und ich bin Gott lob auch noch frisch
und Gesund und Den Brief von euch von 9 Febr: habe ich Richtig / erhalten und eure Liebe Gesundheit daraus er sehen welchen ich mich / hertzlich darüber gefreuet habe. Wir sind aus Osennaubruck / Maschieret den 28ten febru: und haben 10 Tage Maschieret biß / Machteburg und des Tages 9 biß 10 Stunde Maschieret mit Gewär / und Rantzel daß es uns schwär geworden ist und meine Füße gantz / Cupurt gemaschieret und sind da an gekommen den 8ten Martz / da sind wir weil wir 2 Tage bey den Bürgern ins Quatir gewesen sind / sind wir in Kuserben gekommen da haben wir noch schlechter wie wir / in Osennaubruck gehabt haben und es heist daß wir Bald noch weiter / Maschieren müßen nach Dantzig und die Gegend hin nauf wir wissen / aber nicht von ihr: hir in der Stadt werden viele Hauser Nieder ge- / reisen die eine Vorstadt ist und die Häuser so ausen der Stadt an / den Wall her umme Stehen bey 3 biß 400 Häuser und ist eine schlechte
Zeit hir und die leute so der Häuser gehören wissen nicht wohin die musen
auf den Dorfern bey an dre sich verbergen es heist um die Stadt noch / Vester zu machen vor dieses mahl weiß ich nicht mehr zu schreuben / und ich will euch noch hin vort Gott anbefehlen und bitte euch doch ihr
wollet euch doch hin vort nicht mehr Betrüben um mich den es ist / ja Gottes wille so, wen ich mich des Abens zu Bette lege und denke / an euch Liebe Eltern und denke daß ich es Besser hätte wen bey ich euch
zu hause wäre und konte mein Schustern gebrauchen und muß nun so in
 
 
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Anlage Y zu 23 (Seite 2 und 3)
Anlage Y zu 23 (Seite 2 und 3)
der Welt mich her ein Treuben lassen so will mir daß ... / im Leibe zer brechen, aber so Tröste ich mich wie der mit Gottes ... / und denke es ist nur eine Kurze zeit, hir in der Welt war hir in .. / Welt muß hunger und Kummer leiden der wirdt dort den Him(mel) / haben wen ich euch hier in der Welt nicht mehr zu sehen noch / sprechen kriegen kan so hoffe ich es dort in jenem leben ... / uns kein Krieg und kein Unruh mehr von Einander Trennen kann / und nun Bitte ich euch daß ihr den ersten Posttag einen Brief / wieder schreubet und schreibet mir doch wie es mit euch liebe / Mutter ist mit eure Krankheit ob es noch nicht wieder Besser ist / und wie es ist mit die Losung da ob all etlige davon weg si(nd) / und wohin sie sind Bäning (Böning?) hat mir geschrieben daß hinrich pa.. / sein Sohn aus der OldenBrücker heyde auch geloset hatte schreubet mir / ob er auch weg ist oder nicht und wie es ist Liebe Eltern mit / mein Bruder Johann Gräfenstein ob er noch von der Losung ... / ist oder nicht wen ihm daß Unglück, auch Treffen sollte so sch(eibet) / mir so will ich ihr einen Schein im Brief schicken daß ich Be(y) / daß Riegement in Käuserlichen dienste bin der Schein wird / Der Herr Mojor geben so dencke ich doch dass er frey ist, ich ... / ihn daß Unglück nicht wünschen, noch sogar mein Feund ni(?) / und wen ihr schreubet so schreubet an daß 128 Riegement / 2 Battellion 4 Cumpanie Vieseliers Machteburg / Hinrich Addicks.
Einen freundlichen Gruß an von mir an seinen Lieben / Vatter Einen freundlichen Gruß von mir an meine Lieb(e) / Mutter, Einen freundlichen Gruß an meine Liebe / Zwester Zavia Einen freundlichen Gruß von mir / an meine Liebe Zwester Catrina.


Einen freundlichen Gruß an die Junfer Margreta Gräfen- / Stein, ich machte gerne wissenob, es ihr noch wohl / gehet und ob die auf Maytag bey ihren alten Herren Bleibt / Einen freundlichen Gruß von mir an Catrina, und Anna / und noch einen freundlichen Gruß von mir an Johann / Gräfenstein.
Und noch einen freundlichen Gruß von mir an Gerth Bäning / und seine Frau und Kinder
und noch einen freundlichen Gruß von mir an Die / Wittwe Ahlers und Kinder und Grüset sie doch von / mir daß ich ihr noch hertzlich Danke wir alles gutes das / sie mir erzeiget habe und vür daß Leinwand daß sie mir / geschenket haben. Den nun kan ich nichts kriegen Geld kriegt / man nicht den man muß die Kleyder auf dem Leybe Bezahlen / Daß wirt uns alles apgezogen, - Und nun Grüse ich / ihr noch alle freundlich Insgesamt. -------
Gottes Kindt ich den noch bin und verbeibe es fernerhin bin / ich schon im främden Lande vo den meynen abgewant, auch / am letzten orth der Welt, Gottes güte mich erhält, als dan / fräg ich mich dar nach an was fir ein orth ich lebe, wo mich / hin fihret Gottes handt alda ist mein Vatterlandt.
Hinrich Addicks
Machteburg den 20ten Martz 1812
 
 
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Anlage Y zu 23 (Seite 4)
Anlage Y zu 23 (Seite 4)
Diesen Brief an
Johann Gräfensten
Zur
Bracke
Departeman De Weser -
Conton Elsfehlet
Diestrickt Oldenburg
 
 
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Anlage Z zu 23 (Seite 1)
Anlage Z zu 23 (Seite 1)
Berlin den 28ten April

Gott und ein Gesundes Leben thue ich euch zum Wunsch ergeben. / Wen ich euch mit meinen wenigen schreiben auch noch in guter / Gesundheit antreffen werde, daß, sol mir von hertzen eine Grose freude / und vergnügen sein und ich bin Gottlob auch noch frisch und Gesund, / wir sind auß Osennaubruck (Osnabrück) maschieret den 28ten februari biß / preuß Oldenbdorf (preus. Oldendorf) den 29 biß preuß Münnen (preus. Minden) den 1sten Martz biß / Stadt Hagen, den 2 biß Hannofer (Hannover) den 3 biß Stadt Peünen (Peine) den / 4 biß Braunshwig (Braunschweig) den 5 biß Hessen den 6 biß Halberstadt / den 7 biß Eggern (Egeln) den 8 biß die Stadt Magdeburg da heben wir / 14 Tage gelegen in Kuserben? gelegen da habe ich einen Brief / geschrieben Frese und ich zusamen und ich hoffe einen wieder zu / empfangen aber meine hoffnung die war verlohren den 23. Marty sind / wieder auß die Stadt Magdeburg maschieret biß Lohburg (Loburg) den 24 / biß Jetgen (Genthin) den 25 biß Brandenburg den 26 biß Kätzin (Ketzin) den / 27 biß Varland den 28 biß die Grose Stadt Berlün da / haben wir Bey den Bürgern ins Quartir gelegen und die müsten / uns alles geben da hatten wir es gut aber da hatte ich das Unglück / daß ich auf den Marsch war krank geworden und hatte das Füber / weil wir so ein schlechtes Wetter gehabt haben und dan des Morgens von / 2 biß 3 Uhr biß des Abens 4 Uhr zu Maschieren da musste ich / weil ich 3 Tage bey den Bürgern gelegen hatten ins Hoßpitall 
 
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Anlage Z zu 23 (Seite 2 und 3)
Anlage Z zu 23 (Seite 2 und 3)
gekommen den 1sten April und habe darinnen gelegen / biß den 25 April und nun bin ich wieder Gott sey Dank / Gesund weil ich nun meinete um mich recht wieder zu Bessern / Da musten wir wir wieder Maschieren und nun wird uns / ein Schwörer Marsch für die Handt seyn wir Wissen aber / nicht wohin den die Rede gehet daß wir nach Künigs Berge / oder sogahr nach Russland ins Lager sollen und sind den / 29 April hier wieder aus der Stadt Berlin maschiret / also sind wir hir gewesen vom 28 Martz biß den 29 April / Weyter Hertz aller Liebste Eltern weiß ich nicht mehr zu schrei- / ben, doch weil ich Mündlich mit euch Reden konte, so konte ich auch / viel sagen, Ach wenn doch dieses nur geschehen konte, wie würde / mein Hertz erleuchtert werden, doch hoffe ich, wenn es hier in / dieser Unruhigen Bösen welt nicht mehr geschehen konte, so / werden wir uns doch Einander wie der sehen in Jenen Bessern / Welt ins himmlische Paradiß wo uns Kein Krieg mehr von ein / ander Trennen Kann, Ach wie gerne wolte ich es sehen daß / doch dieser Brief mochte in eure Hände fahrn, wer weiß ob es / nicht der Letzte sey, und auch wie gerne wolte ich sehen daß / ich doch einen Brief von euren handen wieder hätte doch dieses / ist Beschwärlich den daß ihr wieder schreibet daß hilft auch wohl / (n)icht weil wir nicht wissen wo wir Bleiben wen es Gott gibt daß wir / noch Mahl in Standt Quatür kommen so werde ich euch wieder schrei(ben) / und Benachtrichtigen an welchen Ohrt wir in der Welt sindt / Ich verbleibe euer Gehorsahmster Sohn biß in den Todt.

Nun Grüse ich euch viel Tausend Mahl
liebster Vatter
Ich Grüse euch viel Tausendmahl Hertzliebste Mutter / Einen freundlichen Gruß von mir an meine Zwester / Zayia und einen freundlichen Gruß von mir an meine / Zwester Tüna, und einen freundlichen Gruß von mir / an Margreta, und einen freundlichen Gruß von mir / an Catarüna und Anna, und einen freundlichen / Gruß von mir an Johann
Und noch einen freundlichen Gruß von mir an Gerth Bäning / und seine Frau und Kinder
und noch einen freundlichen Gruß von mir an hinrich Ahlers / wittwe und Kinder und danket ihr doch noch vor alles gute / daß sie an mir erzeuget haben Thut doch so wohl wen ihr / nach den Reßfelt hin komt und Grüset ihr doch.
Ihr Gehorsahmster Sohn
Hinrich Addicks

.. (Ber)lün den 28ten April 1812
 
 
169
Anlage _a zu 24 (Seite 1)
Anlage _a zu 24 (Seite 1)
Hertz vielgeliebter Vater Bruder und / schwester ich werde hoffen das ich / euch mit meinen schreiben bey guter / gesundheit antreffen werde das soll / mich Lieb sein was mich anbelanget bin / ich Gott sey Dank auch noch gesund und / Munter ich befinde mich jetzt in Stätin / genant unter das 127 Regement / 3 Compernie 2 Barteljohn Fieselers genant / Liebe bruder und schwester ich wolte sie bitten / ob sie mir nicht etwas Geld schiken können / die grüße iz an den Schuhmacher Böke blanken / ob sie nicht können ein halbe Lujedor Geld schiken / können den es geht mir anjezo kümmerlich / das geld was ich mit genommen habe das / habe ich aus geben müssen für eine / hose , wenn sie doch eine Lujedors zusammen / machen können das soll mich lieb seyn und / schiken es mir nach Liebe bruder schwester / und Freunde schreiben sie mir doch so bald / wie es möchlich ist wieder weiter weis / ich vor dismahl nicht zu schreiben / d 28 Marz 1812

Hinrich Rütemann
 
 
170
Anlage _a zu 24 (Seite 2)
Anlage _a zu 24 (Seite 2)
über
Bremen (De)parteman de
Wässermündung Oldenburg
an
Conton Ov.lgende
Albert Rithmann dorf
Popkenege (Popkenhöge)
 
 
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Aufn-001_Brief_Meiners.jpg
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 073-087 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
Aufn-001_Brief_Meiners.jpg 1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 073-087 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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Aufn-002_Brief_Meiners.jpg
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 073-087 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
Aufn-002_Brief_Meiners.jpg 1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 073-087 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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Aufn-003_Brief_Meiners.jpg
Aufn-003_Brief_Meiners.jpg
 
 
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Aufn-035_OL_001-010_A (1).jpg
Aufn-035_OL_001-010_A (1).jpg
 
 
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Aufn-035_OL_001-010_A.jpg
Aufn-035_OL_001-010_A.jpg
 
 
176
Aufn-103_OL_601-610 (1).jpg
Aufn-103_OL_601-610 (1).jpg
 
 
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Aufn-104_OL_611-620 (1).jpg
Aufn-104_OL_611-620 (1).jpg
 
 
178
Aufn-105_OL_621-630 (1).jpg
Aufn-105_OL_621-630 (1).jpg
 
 
179
Aufn-106_OL_631-640 (1).jpg
Aufn-106_OL_631-640 (1).jpg
 
 
180
Aufn-107_OL_641-650 (1).jpg
Aufn-107_OL_641-650 (1).jpg
 
 
181
Aufn-108_OL_651-660 (1).jpg
Aufn-108_OL_651-660 (1).jpg
 
 
182
Aufn-109_OL_661-670 (1).jpg
Aufn-109_OL_661-670 (1).jpg
 
 
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Aufn-110_OL_671-680 (1).jpg
Aufn-110_OL_671-680 (1).jpg
 
 
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Aufn-129-Seite-1a.jpg
Aufn-129-Seite-1a.jpg
 
 
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Aufn-130-Seite_2_3a (1).jpg
Aufn-130-Seite_2_3a (1).jpg
 
 
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Aufn-130-Seite_2_3a.jpg
Aufn-130-Seite_2_3a.jpg
 
 
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Aufn-131-Seite-4a (1).jpg
Aufn-131-Seite-4a (1).jpg
 
 
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Aufn-131-Seite-4a.jpg
Aufn-131-Seite-4a.jpg
 
 
189
Berlin, den 25. April 1812 - Dienstbescheinigung im 128. Linien-Regiment
Berlin, den 25. April 1812 - Dienstbescheinigung im 128. Linien-Regiment
 
 
190
Dienstvertrag (Capitulation) mit dem Oldenburgischen Rheinbund Contingent - Verpflichtung auf 6 Jahre
Dienstvertrag (Capitulation) mit dem Oldenburgischen Rheinbund Contingent - Verpflichtung auf 6 Jahre
 
 
191
index.html
index.html
 
 
192
Wesel, den 18. September 1813 - Dienstbescheinigung im 127. Linien-Regiment
Wesel, den 18. September 1813 - Dienstbescheinigung im 127. Linien-Regiment
 
 

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