Soldaten aus dem Oldenburger Land

In dieser Datenbank sollen Oldenburger erfasst werden,
die in verschiedenen historischen Zeitabschnitten als Soldaten beim Militär dienten.

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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 088-100 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 088-100 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 101-112 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 101-112 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 113-124 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 113-124 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 125-136 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 125-136 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 137-146 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 137-146 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 147-156 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 147-156 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 157-171 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 157-171 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 172-183 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 172-183 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 184-198 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 184-198 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 199-208 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 199-208 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 209-220 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 209-220 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 221-225 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
1819 St. Petersburg, Abschlussbericht Nr. 221-225 - Ergebnisse der Nachforschungen durch den hannoverschen Leutnant Heinrich Meyer.
 
 
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Anlage A zu Nr. 01 (Seite 1)
Anlage A zu Nr. 01 (Seite 1)
OSNABRÜCK
An
Johann Bielfeld / zu Strückhausen / Canton Ovelgönne / über Oldenburg 
 
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Anlage A zu Nr. 01 (Seite 2)
Anlage A zu Nr. 01 (Seite 2)
Lieber Vater und Mutter und Bruder / ich griese euch vielmals ich bin Gottlob nun / Wieder gesund ich habe ungefehr 14 Tage in das / Hospethal und Wir haben hir / ganze schlete traktament und ich habe die Ganze / Zeit 30 Grote Empfangen Weil ich dabei gewesen / bin und wir bleiben Erstlich noch beliegen so / es noch zu her geht und wenn Sie einen Brif wieder schreiben / so schreiben sie das 128. Regiment Bartelion / 1 Woltigser Companie. Wir Liegen in Osnabrück.

Eylert Bielefeld / D. 8. Januar A.1812 
 
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Anlage A zu Nr. 01 (Seite 3)
Anlage A zu Nr. 01 (Seite 3)
Lieber Bruder so du wilst so mache sie / eine Halbe Loidor zusammen und Schicke / sie mir die her in einen kleinen / Brief da ich Arg um Verlegen bin / Den ich habe in 5 Wochen nicht einen Groten Empfangen. / Friedrich Gerhard Bielefeld Strückhausen Den Januar A. 1812
Eylert Bielefeld 
 
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Anlage B zu 02 (Seite 1)
Anlage B zu 02 (Seite 1)
Anlage B ad No 2

Liebe Eltern
Ich habe euren Brief ampfangen und habe darin erfaren / das ihr noch gesund seid das ist mir eine große freide / gewäsen ich habe euren Brif des abens empfangen / wie wir des Morgends marschieren mussten wir sind aus / Osnabrüke aus marschirt nach Machteburg da haben / wir 14 Tage gelegen da sind wir aus marschirt nach / Berlien da sind wir auf Ostern eingekommen da haben / wir große Parade gemacht vor den König von Preußen / und der König hatt uns för gereimt das wir ganz / Propere Luite waren deswegen hat er uns auch die / Stadt Berlinn über lassen da sind wir mit 4 / Regimenter Infanterie und 4 Regimenter Kafat- / terie eingerükt. Und das ihr mir geschrieben habt / von meine Kleider und sie mir die genommen / haben das ist nicht war den ich habe jürgens gefragt / ob er das seine Mutter geschrieben hat da sagt er / es werre nicht war sondern mein Hut und Spenster / das haben sie mir genommen. Und dagegen habe / ich empfangen 2 Hemder 2 Par Schue 2 Par Strumfe / Ein Par Baumwolne und ein Par Wolne und das was / ich über hatte das habe ich verkauft den ich konte

 
 
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Anlage B zu 02 (Seite 2)
Anlage B zu 02 (Seite 2)
nicht alles mit Tragen. Und das alle die mit mir / gelachet haben auch weg mussten das habe ich gehört und / das hinfort noch mör gelachet wird das hebe ich auch / erfaren. Ich bin jetzt nicht Mör unter die füselirs / sondern ich stehe unter das 128 Regiment das erste / Battaljon die erste foltaschers Companie da krigen / wir des Tages sieben grote trattament und Tragen / gelbe belege und grüne Federbüsche und grüßet alle / gute Freunde und bekante von mir den mir hats / jetzt noch nicht schlim gegangen aber wir mussen / jetzt wider marschiren ich habe Remmert block hir / auch gesprochen wir Wissen noch nicht bestimt wo / wir hin marschiren ihr müst mir auch noch nich / wider schreiben bis das ich euch schreibe wo ich bin. / den wir mussen 18 Tage marschiren
Berlin den 28 April 1812
Johann Hinrich Stubbe
 
 
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Anlage C zu 05 (Seite 1)
Anlage C zu 05 (Seite 1)
Anlage C.ad Nr. 5
Namor achten May 1812
Liebste Mutter, Brüder, Schwestern, und Freunde – ich hoffe / daß ich sie abermals mit meinem Schreiben noch bey guter / Gesundheit antreffen werde das soll mir eine große Freude seyen / denn ich thue ihnen zu wissen das ich noch Munter und Gesund- /
bin denn in soweit hat mir nichts gefehlt, und ich werde / den Allerhöchsten darum bitten, das er mir meine Gesund-
heit erhalten wolle. Wir haben auf den ganzen Marsche / um 2 Rasttage gehabt und sind durch 15 (19) Städte marschiert. /
… Battiljon ist uns vorbey marschiert nach Nymwegen / im Holländischen, ist aber (am 20 May) wieder am 20. May / in Namor zurück gekommen. Wir sind am 11 May in Namor / angekommen und bekamen sogleich Mandirung, und / und wurden in 3 Klassen eingetheilt, die großen wur- / den Grenadiers, die mittelmäßigen Füseliers, und die / kleinen Foltesiers, ich bin bey die Füseliers, bey das / 127 Regiment 3. Battiljon 2. Compagenie. der Böibsen(?) / und Köhne sind auch da. Wir müssen alle Tage 6 Stunde / exeziren des Morgens von 6-9 Uhr, und um 10 Uhr be- / kommen wir Fleischsuppe, und des Nachmittags um 4 Uhr Kantof- / felebrey,und dann müssen wir wieder von 5 – 8 Uhr / exeziren an Geld bekommen wir nichts. Es sind in- / hisiger Stadt 1500 gefangene Spaniers. Es heißt wir müssen bald marschiren und das nach Deutschland / es ist aber ungewiss. Ich hoffe das sie mir ins bald


Ende des Briefes verloren 
 
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Anlage C zu 05 (Seite 2)
Anlage C zu 05 (Seite 2)
NAMUR
? Monsieur

Monsieur Addiecks, Jean Ernest
Neuve
18 2 41
Hammelwarden
Canton Elsfelt
Dépt. des bouches du Weser 
 
120
Anlage D zu 05 (Seite 1)
Anlage D zu 05 (Seite 1)
Anlage D. ad No 5 Spandau, den 11. November 1812
Liebste Mutter, Bruder, und Schwestern / und Freunde ich thue euch zu wissen, / das ich noch Gesund und Munter bin, / und ich hoffe das ich sie mit meinen / schreiben noch bey guter gesundheit antreffen / werde, welches mir von herzen lieb seyn / sollte. Wir sind hier noch in der Festung, / diese Vestung geht das Wasser rund um / ???, und dar geht nur ein Weg hinein / und da muß man über drey Zugbrücken / und durch zwey Thoren, diese Vestung wird / sehr scharf bewacht und müssen alle Tage / sechzig Mann auf die Wacht und immer mit geladen Gewehre. Hier in dieser / Vestung sind auch Preußische Soldaten / und thuen auch Wachen, denn es sind / hier viel diesertiers, und auch von die
 
 
121
Anlage D zu 05 (Seite 2 und 3)
Anlage D zu 05 (Seite 2 und 3)
Preußischen Generale und Offesiers die / hier zeitlebens sitzen müssen. Hier auf / dieser Vestung ist für 1000 Mann auf 4 Jahr / Lebensmittel da. Es hieß hier vor 4 Wochen / das wir nach Rostock nahe bey Hamburg / hin marschierte, nun heißt es aber das / wir hier diesen Winter bleiben, wir / haben hier aber keine Muth mehr, denn wir / sind hier in ein Zimmer mit 40 - 45 Mann / und kochen mit 16 Mann in einen Topf denn / hier wird uns alles geliefert das essen ist

aber nicht so gut wie bey Haus, ich wollte / es wünschen das wir es so halten wie es / alle Tage bey Haus vorfält. Dieses geht aber
nicht an denn wir müssen uns damit be- / gnügen lassen was wir hier krigen.
Diederich Böcksen, und Köhne, lassen ihr / Vater und Mutter freundlich grüßen und / das sie noch munter und Gesund seyn.

Und ich thue sie auch alle freundlich / Grüßen und verbleibe euer dinstwillig..
Sohn Addick Addicks

Schreibt mir doch
den ersten Poßtag (Posttag)
wieder

 
 
122
Anlage D zu 05 (Seite 4)
Anlage D zu 05 (Seite 4)
An Johann Ernst Addicks
Wittwe
zum Hammelwarden
Conton Elsfleth 
 
123
Anlage E zu 06 (Seite 1)
Anlage E zu 06 (Seite 1)
(Stempel)
Pruss….
P. HAMBOURG

An
H(errn) Eilert Boiksen
a
Hammelwarden
Contong Elsfleth
Arrondissement oldenburg
Departement der Weser
Kayserliche Miletäre
 
 
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Anlage E zu 06 (Seite 2)
Anlage E zu 06 (Seite 2)
Anlage E ad No 6

Spandow den 29ten Septemb: 1812:

Liebe Eltern Brüder und Schwester! Aus ihrem Schreiben / vom 20ten Junii habe ich ihre vollige Gesundheit / ersehen und hoffe daß ich sie auch noch jetzt bey guter / Gesundheit antreffen werde ich bin Gott sei lob und Dank / noch recht Munter und gesund auch habe ich daraus / ersehen dass ihr vor meinen Letzten Brief habt 54 (grote) / müssen geben und verlangt zu wissen wie viel wir in / Namür haben geben müssen euren ersten Brief von 2ten / Pfingst Tage habe ich gar nicht erhalten und vor den 2ten / habe ich nur 15 Suh gegeben am 21ten Julii sind wir / Namür marschirt und am 7ten August in Mayns / am Reihne woselbst wir am 9ten – wieder abmarschiert / und am 19ten August in Erfurt angekommen woselbst / wir 4 Wochen in Stand quartier gewesen sind woselbst ich / einen Brief geschrieben habe und Köhne hat einen aus / frankfurt am Mayn geschrieben jet nun sind wir wieder / marschiert über Leibzig nach Berlien woselbst wir / nur eine Nacht gewesen und gleich wieder marschiert nach / Spandow 2 Mayle von Berlien und es heist dass wir / nach Magdeburg sollen ist aber nochnicht bestimt

(keine Grußformel, keine Unterschrift! Evtl. fehlt ein Teil des Briefes)
 
 
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Anlage F zu 07 (Seite 1)
Anlage F zu 07 (Seite 1)
Königs den 5ten August 1812

Mein Vielgeliebter Vatter Mutter Bruder zwester / und schwager. Ich thue euch zu wissen das ich allezeit / frisch und gesund gewesen und auch noch jetzt bin / Ich hoffe auch noch das sie noch alle gesund und / munter werden seyn. es wurde mich Herzlich freuen / wenn ich nachricht erhalten möchte das sie noch / alle gesund und munter würden seyen. / Ihren brief vom 22sten Juny habe ich am 3ten / August erhalten und daraus ersehen das ihr noch / Alle Gesund währen. welches mich Herzlich freuen / thut aber Ich habe daraus gelesen, das der Proceß / mit Joh. Rugen und Johann Franksen wäre noch wohl / nicht angefangen. aber sie haben es mier nicht gemeldet / wovon der Proceß anstehen wird weil Jjh von diese / sachen nichts weiß und aus den Brief keinen grund / bekommen konte so bitte ich daherr sehr freundlich wen sie
 
 
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Anlage F zu 07 (Seite 2 und 3)
Anlage F zu 07 (Seite 2 und 3)
mier wieder schreyben es nur ein wenig deutlicher / zu machen weil ich sonst keinen grund daraus / erlangen kann.
Ich thue euch zu wissen das unser auffenthaltsort / in Königsberg ist und wir müssen nur alle Tage / arbeiten von des Morgens 4 Uhr bis abens 8 Uhr und / schlechte Quartiere haben und schlechte lieferung / aus den Magazinen. sie haben mier geschrieben / ich solte sie schreiben ob Ahllorn seyn geld empfangen / hat. (sol)Wollten sie mier Auch geldt auf die art / senden. aber senden sie mier anders kein geld / als auf einen blauen Wechsel. den Ahllorn hat / sein Geld nich empfangen.
Neujkeiten kan ich nicht schreyben als was es an / betrift das T(r)inken. grüßet seine eltern und alle seine / bekanten und Freunde. Das er noch gesund und munter ist. / Ich hoffe das euch dieser Brief antreffen wird. / und grüße auch nochmals Vatter Mutter Brüder / zwester und schwager. und alle meine bekanten / und Freunde.
Übrigens verbleibe ich euer getreuer Sohn und / bruder biß in Den Todt.

Königsberg in Preußen
Den 5ten August
Anno 1812
Anton Günter von Minden
 
 
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Anlage F zu 07 (Seite 4)
Anlage F zu 07 (Seite 4)
136 von Minden

An den Herrn Herrn
Jacob von Minden zum Colmar
Conton Ovelgon Arondissement
Oldenburg de partement
De Weeser

(Stempel) No 23 Grande Armée
 
 
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Anlage G zu 08 - Bescheinigung der Taufe und Konfirmation
Anlage G zu 08 - Bescheinigung der Taufe und Konfirmation
Otto Hauerken ist im Jahr Eintausend Siebenhundert Neunzig und Zwey, am 29. Juli als ein ehelicher Sohn des Jacob Hauerken und seiner Ehefrau Anne, geborene Kimmen, in der hier eingepfarrten Dorfschaft Oberhammelwarden geboren und am 1. Aug. jenen Jahres getauft worden. Die Taufzeugen waren Otto Willers, Hinrich Kimme, Hemke Kimmen.
Dieser Otto Hauerken ist in der Folge im Jahr Eintausend Achthundert und Acht, Dom. VI. p(ost) Trinit(atis) hier in der evangelischen protestantischen Religion confirmirt worden und bis jetzt noch ein Mitglied der hiesigen Gemeine geblieben.
Extrahiert aus dem Kirchenbuch dieser Gemeine Hammelwarden, im Herzogtum Oldenburg, d. 31. Jul. 1809
in fidem Kuhlmann, Prediger der Gemeine
(Siegel der Kirche zu Hammelwarden) 
 
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Anlage H zu 08 (Seite 1)
Anlage H zu 08 (Seite 1)
Rgimem. 1. Battaillon 2. Compagnie.

Ruelle, den 23. December 1812
Herzt gliebter Eltern Brüder und Schwestern und alle Gute Freunde und Bekanten. Ich bin Sie zu Wissen das Wier den 17ten December in Lorbuar angekommen Sind und Wier Sind mit 300 Mann aus Bremen gegangen und wier Sind den 20ten noch erst recht aus gesuchtet worden. Und ich bin Unter die Garde Nationale gekommen. Und ich habe kein einziger Kammerathen bey mich anders nichts wie Lauter Frantzosen ich weis gar nicht die Zeit hin zubringen. Ich bin darunter wie ein verlohren Schafe die Seine Heerde verlohren hat. Wier haben Schlete Einqatierung gehabt das Sich Gott erbarmen mag ich habe mache Stunde gesessen und zu Gott gebeten er möchte mich aus dieser Welt nehnen. Denn 
 
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Anlage H zu 08 (Seite 2 und 3)
Anlage H zu 08 (Seite 2 und 3)
Denn ich bin das Leben all Sath und Müde. Liebster Vatter ich biete Sie. Sie mochten doch So gut Seyn und Schieken mier doch etwas Geld her das ich doch hier noch bissen erqwieken konnte den ich habe kaum das gehen nacht den ohne Geld kann man hier gar nicht Leben und ich Sehe mier hier nichts zu kriegen Und Geld kriegen kriegen wier auch nichts. Und Unser Strackterment? ist auch Sehr wenig den mein Geld ist alles auf gezehret und ich habe noch 7 Gulde mit aus Bremen genommen. Das wahr mein ganzes hab und Gut Und da habe ich mich kümmerlerlich mit behefen müssen. Und das könnten Sie auch wohl denken das ich dar nicht weit mit kommen könnte. Den Unsere Arbeit ist nichts alls

Exersieren vom Morgen bis an den Abend hinzu von 8 Uhr des Morgen bis 11 Uhr. Und dan kriegen wir Unser Morgen Essen und von 1 Uhr bis 4 Uhr dann kriegen wier Unser Abend Essen. Den wier werden Gewißt auch nicht Länge machen. Wenn wier mann erst ausgelehrnet Sind dann wird es wohl auf Spanien dann Unser Regiement das Lieget in Spanien und Unser Kauser (Kaiser?) der ist auch in Paries ankommen. Den ich habe hier gehöret Wenn Sie mier Geld Schieken So Müssen Sie mier kein Geld in den Brief Schieken Sondern Sie Müssen hingehen ins Posthaus und nehmen dar ein Wechsel auf Blau Papier. Liebster Eltern mier hat das Unglück getroffen das ich in das Unglück gekommen bin. Und ich werde meine Brüder nicht Wünschen das Sie in das Elend kommen Sollte. Den Habe mich all genuch bedauert das ich den leten Morgen So von euch weggegangen bin und ich habe all manche Stunde darüber gweinet den ich werde gewießt mein Vaterland nicht wieder zu Sehen kriegen. Noch Liebster Eltern wenn wier hier uns nicht wieder zu Sehen
 
 
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Anlage H zu 08 (Seite 4)
Anlage H zu 08 (Seite 4)
So kriegen wier uns gewießt an Jenen Tage zu Sehen. Und ich Wünsche auch alle ein neues Jahr das ihr Gott Gesundheit und Langes Lebens beschehret Glück Und Segen Friede und Einigkeit. Noch Lieber führet euch Gut auf in diesen Neuen Jahr das der Liebe Gott auch Glück und Segen gebe. Ich armer Sünder ich bin in die Unglücke Stunde Gebohren. Aber Wer weis Am Beste. Den ich verlaße mich Auf Gott. Ihr habt mich beweinet von früh Jahr. Aber ich Aber armer Sünder nun bin ich ein Beweinens werth. Nun bin ich die Fremde und habe kein Rath noch Trost. Alles was Sie mir geben da müsse ich wohl mit zu frieden Seyn. Den Geld habe ich nichts. Kaufen konnte ich mir nichts. Nun Liebster Vatter ich Werde doch Hoffen das Sie mier doch aus der Noth helfen. Und thut Jacob Logeman und Seine Frau die grüßt …… von mier. Und Schreibet mir doch den ersten Posttage wieder. Den ich bleibe euer getreuer Sohn. Ruelle, das ist 2 Stunde von Paries ab.
Otto HAUERKEN: 
 
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Anlage J zu 08 (Seite 1)
Anlage J zu 08 (Seite 1)
Schonie, den 1.ten februar – 1813

Herzt geliebten Eltern Brüder Schwestern / ich tue Sie zu Wissen das ich nach Gott / noch Gesund bin und Dasselbige Hoffe / ich auch von euch alle Ich habe all meine / Brief geschrieben Aber ich weis nicht ob Sie / den Erhalten Habn oder nicht. oder / ob Sie kein Feder und Papier mehr / haben. Und ich bin 6 Wochen unter / die Garde Nationale Gewesen. Den / das Eresieren konnte ich nicht aus / halten Wegen meinen Arm / Und Nun bin ich Unte die Garde / Trenke Gekommen. Den ich bin all / Wieder 39 Stunden von Paries / wieder zurückt gekommen. Das
 
 
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Anlage J zu 08 (Seite 2 und 3)
Anlage J zu 08 (Seite 2 und 3)
das Sind Solche Leute die die Canonen / Pulfer und Bley führen und ich habe / 2 ferder zu kamandieren den ich führe / nun ein vergnütes Leben. Sonsten habe / ich mich kümmerlich behelfen müssen den / wier haben ganze Schöne Mandouhre (Monturen?) / Und wir haben all 2mahl Rewie (Revue?)hallten / vor Unser Kaiser* Und ich Habe Jedes / mahl * gesehen. Und das kann die / fahll Seyn das wier hier nicht Lang / Seyn das wier bald nach Rusland / Müsen. Und ich müste mich noch / An euch Halten Liebester Eltern / Seyn Sie So Gultt Und Schieket / mier doch ein wenig Geld.

Den ich Habe hier es großt nöthig / Und ich Sehe mier hier nichts zu kriegen / Und das kann wohl das Letzte Geld / Seyn. den wier müssen vieleicht / bald weg- Nun Schreibet mier / doch den ersten Posttag wieder / Und fier dieses mahl weis ich / nicht mehr zu Schreiben. Den / ich bleibe euer getreuer Sohn
Otto Hauerken

a Monsieur Monsieur Otto
Hauerken Soldat Du train De La
Garde Imperiale a Chonny Dapartement
De Laitre (Lettre?) En puardien
 
 
134
Anlage J zu 08 (Seite 4)
Anlage J zu 08 (Seite 4)
a Monsieur Mr
Jacop Hauerken Oberhamelw
Departement de Wesser
Arrondissement Oldenburg
Cantan Elsfleth
En Alemagnie
 
 
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Anlage K zu 08 (Seite 1)
Anlage K zu 08 (Seite 1)
Frankfurt am Mein. ten 2ten April (1813)
Herzt geliebte(r) Eltern Brüder und Schwestern / Und alle Gute freunde Und Bekanten / Ich tue Sie zu Wissen das ich noch Gott / Dank noch Gesund bin Und dasselbige Hoffe / ich auch von euch. Ich weis Lieber Eltern wie / das zu gehet Wo ihr noch lebet oder wo / ihr alle Todt sey oder wo hihn mich ganzt / Vergessen habet. Den / oder wo kein Papier oder Diente (Tinte) mehr in / Hammerwarden mehr zu kriegen ist den / ich habe alle 2 Briefe geschrieben. Ein von / Paries. und den anderen von Lahfefr. Das / ist 30 Stunden von Paries. Den ich bin / erst unter die Garde Natienale gewesen / da haben Sie mier gefraget ob ich wohl / Lust hätte unter die Trenne Lah Garde

 
 
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Anlage K zu 08 (Seite 2 und 3)
Anlage K zu 08 (Seite 2 und 3)
Imperieale (= Train La Garde Imperiale) Und wier Sind en 16 ten febr / aus Laffehre gefahren mit kanonen Und / Pulfer Und nun Liegen wier hier in frankfurt / Und wier Wissen noch nicht wo hin oder her / den wier Liegen hier bey die Bauren. den / wier haben wier nocht recht gut den die Bauren / die Müssen uns was zu fressen geben / Und ich bin nocht Gott Dank auch noch Gesund / den ich mochte noch gerne was Essen den / Ich bin nun das Solldaten Leben all gewohnt / Aber die Erste Zeit habe ich genuch geweint / Aber Liebster Vater ich wolte Wuschen / das ihn 5 bies 6 fund Tobackt habe den hier / ist Sehr wohlfeil ¼ fund 12 Groth. Den ich / drehe nocht frietzt (frisch) auf los. Den Liebe / Eltern den ihr brauchet micht nicht zu

den hier haben die Leute Last den Sie haben / 8 bis 12 Mann Einqatier(.) Den Los wohl / nie meehr kommen den ich müste wohl So / Lange dienen So Lange wie der Kopf auf / dem Rumpt ist. Liebe Eltern den ich / Habe nocht eine Biete an Sie. Sie möchten / doch So Gut Seyn Sie möchten doch ein / wenig Geld Schieken den viel wolte / ich nicht haben Nun Schreibet mier d..h / den ersten Posttag wieder. Und Schreibet / mier doch wie wohl aus Siehet bey euch die eug / Und ich wollte mein Bruder Hinrich ein noch ein / Serfekath (Zertifikat?) Schieken Aber icht konte Sie nicht / erlangen den ich müste noch was warten / Ich weis für dieses mahl nicht mehr zu Schreiben denn ich Bleibe / getreuer Sohn Otto Hauerken 1813.
 
 
137
Anlage K zu 08 (Seite 4)
Anlage K zu 08 (Seite 4)
An
Herren Jacob Hauerken
Oberhammelwarden
Departemäng de Wesser-
mündung Arrondissement
Oldenburg Contung Elsfleth
Canunn Bracke Hammwarden
 
 
138
Anlage L zu 10 (Seite 1)
Anlage L zu 10 (Seite 1)
Grande Armée Anlage L
ad No 10


Stettin KAISERREICH FRANKREICH

7. Artillerie - Regiment zu Fuß 16. Companie

Dienstbescheinigung

Die Mitglieder des Verwaltungsrates

Bestätigung, dass der genannte Dieken, Jean (Johann) Gerard (Gerhard), 2. Canonier
der genannten Companie, Sohn des Diedrich Dieken und
der Anne Harms, wohnhaft in Neustadt
Canton Ovelgönne Departement Wesermündung
Geboren den 5. September 1782 in Neustadt Canton
Ovelgönne, Departement Wesermündung, wohnhaft
in Neustadt, Canton Ovelgönne Departement
Wesermündung Größe ein Meter 766 Millimeter
Haare - und Augenbrauen kastanienbraun Augen grau
Kopfform lang, Nase klein Mund mittelgroß Kinn spitz
Gesicht gewöhnlich besondere Merkmale --
Beruf ------

Eingeschrieben im Jahr 1811 Ersatz für
Kloppenbuorg, Lüder, 2. Canonier, eingeschrieben 1811
Geboren in Colmar, Canton Ovelgönne, Departement
Wesermündung

Unter der Fahne seit dem 20. Oktober 1811
Registriert unter der Nummer 4931 und ist present in oben genannter Companie

Ausgestellt in Stettin den 9. März 1812

Die Mitglieder des Verwaltungsrates

Unterschriften


Stempel
(Kriegscommissar ? Leonhart)
 
 
139
Anlage M zu 13
Anlage M zu 13
Kaiserreich Frankreich

128 Linien - Regiment

Dienstbescheinigung

Wir Mitglieder die den Verwaltungsrat
des oben genannten Regiments bilden bescheinigen
dass der genannte Wessels Reinhard, Sohn des Dirck
und der Nepke Hadix (Wübke Addicks), wohnhaft in Süderfeld, Canton
Elsfledt, Departement Wesermündung, geboren den
2. Oktober 1790 in Süderfeld, Canton Elsfleth, Departement
Wesermündung, hier wohnhaft vor seinem Eintritt
in den Dienst. Größe von einem Meter 660 Millimeter, Haare und
Augenbrauen blond, Augen blau, Stirn klein, Nase groß, Mund
Mittelmäßig, Kinn rund, Gesicht flach
Beruf: Bauer
Dient für sich selbst
ist unter der Fahne seit dem 26. Januar 1812
eingeschrieben unter die Kontrolle des Corps unter der Nummer 2039 und ist anwesend
im Corps
Magdeburg den 20. März 1812

Stempel: 128. Regiment der Linien - Infanterie


Unterschriften:
Chevalier Bony . G. Tousiem
Beide Cap.(itän = Hauptmann)
 
 
140
Anlage N zu 13 (Seite 1)
Anlage N zu 13 (Seite 1)
Lieber Mutter und Bruder, Wiese den 8ten Juny 1812
Anlage N. ad No 13
Ich werde Sie mit mein Schreiben noch wohl in guter / Gesundheit antreffen welches mir von Hertzen Erfreuen / Solte was meiner anbertrift bin ich auch noch Frisch / und Gesund ich habe Sie von meiner abreise aus / Rosenau Einen Brief geschrieben, und den schein den / Sie mir Geschicket haben in Berlin in Einen Brief / Habe ich Richtig erhalten, ietzt werde ich Sie Melden / das wir 29ten Arpp(ril) aus Berlin grüket Sind mit / Eine Dievieseiohn von 20000 Mann, und den 18ten / May in Rosenaé wieder in das Standkwartihr gerüket / Sind, da haben wir aber nicht lange gelegen und haben / Mit 32 Mann Zusamen ins Qurtihr gelegen und wir / Sind den 2ten Juny wieder aus Marschiert und Sind / den 5ten dito zu Wiese auf den Dorf wieder / in das Standkurtihr kommend, nahe bei lieget die / Stadt Mohring und wir Sind ietzt 25 tage von / Berlin auf der Reise gewessen nach Wiese und haben / Einen Schlechten reise gehabt, ich habe schwache / hofnung das wir hir noch lange Bleiben weil / Es ietzt in der welt so schlecht aus Sieht mit den / Krieg und das der Krieg mit Ruslant und Franreich / Jmmer weiter aus bricht das heißt das wir nach
 
 
141
Anlage N zu 13 (Seite 2 und 3)
Anlage N zu 13 (Seite 2 und 3)
Königgesberg die Erste Zeit hinauf Rüken werden weil / der krieg da so Schwer steht das heißt das die / Russen haben Schussbrücken über die Mehmel gema (?) / cht und das Eine schwerre Menge Russen vor / die Mehmel stehen, und auch bei Danzig steht Eine / Großt Arme, Russen und Franshosen vor Einander / Zu streiten, Bei Königgesberg ist Eine große hung- / ersnoth und so geth es hir aller werdts die Leute / haben nichts mehr Zu leben. Sie reisen das Dach von die / heiser das Sie so vie(l) Stroh haben mögten wir in Schlafen / und die Kiehe Schweine und Schaffen und hiener nehmen / Sie alle die Bauren weg mit nach der große armeh / Das wird hier alles verherret und verzehret / Und vor 5 Jahr ist hier bei Mohring die schlacht / auch gewehsen mit den Russen und den Franshosen / ietzt wird es Sich balt aufweisen was von den Krieg / werden wird Gott weis wie es werden Will / und wenn ich Sie um 6 Wochgen noch Schreiben konnte / --- Den werd ich Sie noch viel mehr Schreiben, ietzt / Sind wir aber noch 30 Meil von der Russchen / Grenße ab, den wir Mussen uns in den willen / Gottes geben weil er uns Zu diesen Ziel / Erschaffen hat dan werden wir Gott mit Einander

Bitten das er uns an die auserste Grense der / Erde so wohl Beschützen möge als zu hauß / und wenn wir den Eine Zeitlang mit Ruhm / und Ehre aus gehalten haben, das er uns den / alle Glüchlich wieder umkeren Zu hauß führen mögen / und Ein vegnügen leben wieder Erreichen übergans / will ich mich in den schutz Gottes befehlen und / Wünsche Sie von hertzen alles wohl ergehn / Den werde ich Sie noch bitten und Schreiben Sie / mir den Ersten Posttag wieder hiemit ist es / geschlossen und Bleibe ihr Aufrichtiger
Sohn Reiner Wessels
Bei den 128 R: 1 Bartel
4 Kumpanie
 
 
142
Anlage N zu 13 (Seite 4)
Anlage N zu 13 (Seite 4)
(Stempel) PRUSS ? P.HAMBOURG
Militair vom 128 Regiment
An
Dierck Wessels Wittwe
zum
Hammelwarder Moor
im
Canton Elsfleth
Departement der
Weser Mündung
Arondissement
de Oldenburg 
 
143
Anlage O zu 14 (Seite 1)
Anlage O zu 14 (Seite 1)
147 Hermann Haar
Anlage O ?
Ad No 12

Mein herzvielgeliebter Vater und / Mutter, Brüder und Schwester!

Ich kann es nicht unterlassen Ihnen / noch zu schreiben, es ist vielleicht das / letzte mahl, ich bin Gott sey gelobet, / noch Munter und Gesund, wir sind / um 6 Meilen von Danzig, es ist hier / eine solche Armuth, die Leute laufen / aus ihre Häuser, der Almächtige mag / es wissen wie es hinaus will.- / Wir sind nun nahe bey die Arme, wir / Marschiren nun so darauf zu. Lieber / Vater, wir sehen uns nun wohl nicht / wieder. – wenn ich nur erst mein / Leiden überstanden hätte – Ich
 
 
144
Anlage O zu 14 (Seite 2 und 3)
Anlage O zu 14 (Seite 2 und 3)
kann es Ihnen nicht schreiben was / wir ausgestanden haben hier sagen / die Leute, das jenzeit Danzig die / Menschen für hunger Sterben. wie / es Aussieht.- Sie haben mich ge- / schrieben um einen Schein, es war / aber zu spät, der Calonell gab / keine mehr aus; Diedrich Brau ist / auch noch Munter, er ist kein Tambour / geworden, daß hat der gesell / gelogen ich bin bey der 3te Compa- / gnie, und er bey der 4te Eilerd Bie- / lefeld der liegt im Hospital Krank / und Ohmstede habe ich nicht gespro- / chen.
Neuigkeiten darf ich Ihnen nicht / melden. – Es wird sich bald endern. / - ich befehle Ihnen allen den All- / mächtigen der lasse Ihnen bey gu- / ter Gesundheit, / ich Grüße Ihnen allen und verblei- / be. Ihr getreuer Sohn / den 8ten Juny 1812., Hermann Haar / So als heute Abend gehen wir von hier / wieder weg, daß Vieh das die / Leute hier noch haben, nehmen wir / alle mit, die Armen Menschen behal / ten nichts. –
Beym 128 Regiment in Eile
1 Battaljon 3 Compagnie,
unter die Füsilier
 
 
145
Anlage P zu 16 (Seite 1)
Anlage P zu 16 (Seite 1)
An
Herrn Jürgen Ahlhorn
Canton
Evergünde Frischen Muhr
bey (21 18)
Oldenburg

(daneben)
Arrivé le 25 November
Roter Stempel: DEB129 / OLDENBOURG
 
 
146
Anlage P zu 16 (Seite 2)
Anlage P zu 16 (Seite 2)
Stettin den 17. December. Anno 1811

Lieber Vatter Mutter, Bruder zwester und schwager / da wir den 25ten Von Minden weg Marschieret sind, Und / unsern Marsch angetreten Nach Stettin da wir den 12ten / December eingekommen sind welches 59 Meilen Von hause / ist Ich grüß allen Meinen bekanten und Freunden / daß ich mich auf dem Marsch gesund und munter befunden / habe, Ich hoffe es auch das sie auch noch Munter und / Gesund sind, Möchte mein schreiben aus Minden allenfals / nicht angelanget sein, so hoffe ich daß jetzt mein schreiben / doch an sie Erreiche, und bitte deshalb sie mögen so gütig / seyn und geben mir wenig Nachrich wie es bey hause / hergehet. Ich bin Ihr ergebener Sohn
Gerdt Ahlhorn
Canonir Bey dass 7t Regement 15 Compagie zu Fuße
Stettin in Preussen
Den 17t Decb Anno 1811

 
 
147
Anlage Q zu 16 (Seite 1)
Anlage Q zu 16 (Seite 1)
Koenigsberg, d 6 November 1812

Lieber Vater und Mutter
Ich bin bis jetz noch in Koenigsberg in / Hospital und befinde mich so weit recht / gut, blos das ich wegen Kretze hier bin / und wünsche das ich Sie Alle mit mein wenig / schreiben bey gute gesundheit antreffe / von meine Kammeraten kann ich nichts schreiben / den die sind hier von mir abgegangen nach / der Armee, und ich werde Sie auf bald / nach folgen, schreiben Sie mir kein Brief / Eher, bis ich Sie ein Brief wieder schreibe / den ich weiß noch nicht wo ich auf zu gehe / übrigens grüßen meine Schwester und / Bruder viel mahl ich grüße und verbleibe
Ihr gehorsamster Sohn
G. Ahlhorn
 
 
148
Anlage R zu 18 (Seite 1)
Anlage R zu 18 (Seite 1)
Alt Stettin . . 17 Decemb 1811

Gott zum Grieß

liebster Vatter und mutter ich habe mich die / freiheit Genommen ihm Einen brief Zu / schreiben das ich noch friesch und Gesund bin / und ich habe meine Reise von Jveißminden / biß Stettin Gliclich vollendet und Wir liegen / jetzt in Garnisun (Garnison) und wir hofen das Wir / nach Danzig maschieren aber Wir Wissen / nicht GeWiß /
ich habe um zu bietten liebster vatter / mutter Wenn Es meglich ist das sie mir / EtWas Geldt schieken denn ich bin Es sehr / nehtig dann Wir müssen viele von / unsser Geldt zehren Kommen nicht mit / aus Was Wir kriegen
 
 
149
Anlage R zu 18 (Seite 2)
Anlage R zu 18 (Seite 2)
Vor dieses mal kann ich anders nicht Schreiben / als das ich friesch und Gesund bin denn sie müssen / alle ver Wandte und freunde von mir Grießen / und ich bleibe Euer geliebster / Sohn bis in den todt
Johann Schröder

Adrese
ich bin unter die Cannaniers zu fuß
das 1 Rigement die 15 Copenie

dann so blad Wie Es meglich ist / mochten sie mir doch EtWas Geldt / schieken
 
 
150
Anlage S zu 19 (Seite 1
Anlage S zu 19 (Seite 1
An den Herrn Herrn
Eylert Schröder im Aron-
Dissemant oldenburg
Conton Ovelgonn
Frischenmorh

Par Bremen

Arrivé le 8 Mai

Roter Stempel: ?????
.... ALLEMAGNE
 
 

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